Historiker

Aktuelle Forschungsschwerpunkte:

  • bauliche Hinterlassenschaften aus der Zeit des Kalten Krieges in der öffentlichen Wahrnehmung zwischen Ost und West
  • Wie bedroht ist die deutsche Erinnerungspoltik durch den Rechtsextremismus
  • Strukturwandel am Beginn des 21.Jahrhunderts – was und wer ist Öffentlichkeit

Als Historiker trete ich seltener unmittelbar in Erscheinung, was natürlich der eigentümlichen Angewohnheit des Historikers geschuldet ist, vor allem in Bibliotheken und Archiven für seine scientific community zu forschen und schreiben. Dies mag manchen KollegInnen gefallen und ausreichen, mir erscheint es nach dem cultural turn und den technologischen Paradigmenwechseln des späten zwanzigsten und frühen einundzwanzigsten Jahrhunderts wenig erstrebenswert. Genug um den heißen Brei herum geredet: ich verstehe mich als kulturwissenschaftlich arbeitender Historiker, der in die Gesellschaft hineinwirken will (und dafür gibt mir die Tätigkeit als Stadtführer in historisch wirkmächtigen Orten wie Berlin und Potsdam einige Gelegenheit).

Was habe ich bisher getan?

Als einer von zwei Leitern der Hochschulgruppe für Internationale Politik der Universität Potsdam habe ich Veranstaltungen zum Transformationsprozess in der russischen Föderation organisiert und zwei Delegationen nach New York geleitet. Dabei habe ich die geschichtlichen Rahmenbedingungen und ihre Bedeutsamkeit von Zypern und Litauen für heutige politische Gemengelagen ausgearbeitet und in verschiedenen Veranstaltungen präsentiert.

Eine weitere Tätigkeit im Rahmen meines Studiums und darüber hinaus war die Tätigkeit als Tutor für verschiedene Seminare von Dr. Witalij Wilenchik an der Universität Potsdam. Dabei wurden die Transformationsprozesse Osteuropas vergleichend analysiert. Darüber hinaus half ich bei der Vorbereitung einiger Seminare zur deutschen Erinnerungspolitik nach dem zweiten Weltkrieg und den Rahmenbedingungen jüdischen Lebens in Deutschland seit dieser Zeit.

Im geringerem Maße beschäftige ich mich mit der Regionalgeschichte des Westhavellandes, speziell der Industriegeschichte der Stadt Premnitz und der regionalen Ziegeleiwirtschaft. Hier eine Zeitungsartikel zu einer Veranstaltung im Jahre 2018 über eine Reichstagsdebatte im Dezember 1932 zu einer Explosion im Chemiefaserwerk Premnitz (LINK)